Beschuldigter einer Straftat

Der Beschuldigte einer Straftat ist zunächst einmal mit einer Situation konfrontiert, die ihn in der Regel überfordern wird. Hat er bereits einen Strafverteidiger, so erwartet er von diesem ein hohes Maß an Präsenz, an schnellem und effektivem Handeln sowie Krisenmanagement.

Doch üblicherweise hat ein Beschuldigter zunächst keinen Verteidiger. Er sieht sich den Strafverfolgungsbehörden gegenüber, die naturgemäß an einer schnellen Aufklärung einer Straftat interessiert sind, also an einem Geständnis.

In dieser Lage sollten Sie Ihre Rechte kennen. Sie brauchen als Beschuldigter einer Straftat gegenüber der Polizei oder Staatsanwaltschaft keine Angaben zur Sache zu machen.
Auch wenn man Ihnen einredet, dass derjenige, der nichts zu verbergen hat, sich doch mit einer umfassenden Einlassung von den Vorwürfen entlasten könne, schweigen Sie und nehmen Sie Ihr Recht wahr, einen Verteidiger zu konsultieren.
Nicht Sie müssen Ihre Unschuld beweisen, die Strafverfolgungsbehörden müssen Ihre Schuld beweisen.

Niemand muss sich selbst belasten. Vor einer Entscheidung über Angaben zur Sache ist es (zwingend) erforderlich zu wissen, was man Ihnen vorwirft und welche Beweismittel der Polizei oder Staatsanwaltschaft zur Verfügung stehen. Bevor ein Beschuldigter sich äußert, sollte er die Möglichkeit haben, Einsichtnahme in die Akte zu erhalten und seine Verteidigung einzurichten.

Dies sind Ihnen zustehende Rechte, deren Gebrauch nicht zu Ihrem Nachteil ausgelegt werden darf. Verzichten Sie nicht auf Ihre Rechte. Holen Sie sich fachkundigen Rat ein, bevor Sie einen möglicherweise nicht mehr zu heilenden Fehler begehen. In Notfällen bin ich über meine Mobilfunk-Nr (01 71) 6 44 51 10 erreichbar und für meine Mandanten da.